Die Bitcoin Lüge

von | Dez 16, 2017 | Magazin

Die Bitcoin Lüge

Jeder Lüge liegt eine Behauptung zu Grunde, bei der Bitcoin Lüge ist es die Aussage: "Der kennt nur einen Weg: nach oben!". Aktuell sieht es tatsächlich so aus. Der Kurs des Bitcoin steigt und steigt, er erklimmt immer neue Höchstwerte. Doch allein die Geschwindigkeit dieses rassanten Aufstiegs sollte auch den gutgläubigsten Träumer wachrütteln. +1.890% innerhalb eines Jahres zeigen die Ausmaße der Bitcoin Blase.

Lesezeit: ca. 4 Minuten

 

 

Der Bitcoin ist keine Währung

Häufig wird von digitalen Währungen gesprochen. Bitcoin, Ether, Litecoin und noch rund tausend weitere Produkte buhlen um Käufer. Sie alle bezeichnen sich als Kryptowährungen und basieren auf dem Blockchain Prinzip. Währungen dienen dem Zahlungsverkehr und sind Tauschmittel.

Interessant daran ist die Tatsache, dass eine Währung nicht zwangsläufig aus Scheinen und Münzen bestehen muss. Zu Kriegszeiten dienten Zigaretten als Währung, im Mittelalter Salz. Nun haben wir Bitcoin, Ether und weitere Blockchain Produkte. Um den Status einer Währung zu erlangen, müssen drei Kriterien erfüllen sein:

1. Stabilität: Die Grundeigenschaften von sicherem Geld ist die Stabilität. Denn klar ist, wer heute Geld besitzt, will sich sicher sein, dass er morgen dafür noch etwas kaufen kann. Bei Euro und USD verliert das Geld zwar auch an Wert (Inflation), mit ca. 2% pro Jahr ist dieser Wert jedoch niedrig und gilt als "gesunder Zustand".  Bitcoins schwanken extrem stark, es ist absolut nicht vorhersehbar, zu welchem Preis Bitcoins in einem Jahr gehandlet werden. Im Dezember 2017 verzeichnete der Bitcoin einen Einbruch von 25%!

2.  Aktzeptiertes Zahlungsmittel: Geld ist nur dann wertvoll, wenn es als Tauschmittel von der breiten Masse akzeptiert wird. Der Euro ist so erfolgreich, weil mit ihm Lebensmittel, Dienstleistungen, Immobiliien - einfach alles bezahlt werden kann. Der Bitcoin hingegen führt ein Nieschendasein, weil er bis auf ein paar wenige Onlineshops kaum Akzeptanz erfährt. Die Bitcoin Lüge wird auch hier sehr offensichtlich. Hohe Transaktionskosten machen den Bitcoin Besitzern das Leben schwer. Einen Kaffee damit bezahlen ist praktisch sinnlos - die Bitcoin Transaktion kostet mehr als der Kaffee.

3. Haltbarkeit und Vermögensschutz: die dritte Grundeigenschaft von Zahlungsmitteln bezieht sich auf den zeitlichen Horizont. Es geht  darum, eine Währung langfristig und sicher zu gestalten. Aus diesem Grund wachen Bundes- und Nationalbanken über die jeweiligen Währungen. Durch Zins- und Mengenpolitik wird der Preis gesteuert, immer mit dem Ziel der Stabilität einer Währung. Der Bitcoin hingegen wird nicht aktiv gemanaged. Ein steuerndes Organ ist nicht vorhanden, Haltbarkeit und Vermögensschutz sind deshalb nicht gegeben. Bitcoin Lüge Nummer drei: Haltbarkeit und Vermögensschutz fehlanzeige.

 

 

 

Die Bitcoin Lüge - Spekulation auf was eigentlich?

Der Bitcoin ist demnach noch keine Währung. Es ist kein Unternehmen und es ist auch kein Rohstoff. Was also treibt die Kurse? Um diese Frage zu beantworten, reicht ein Blick ins Email Postfach. Hier tauchen täglich Mails von Jens Friedmann, Mathias Lehmann oder Steffen Löhnitzer auf. Mit einem gigantischen Werbefeuerwerk soll der Eindruck vermittelt werden, die ganze Welt würde jetzt Bitcoin kaufen. Wer es jetzt nicht tut, würde es später bereuen. In Wahrheit zeigt der Werbewahn jedoch, wie verzweifelt die Situation inzwischen ist. Dem Bitcoin geht die Luft aus. Investoren stoßen Bitcoins ab und verlassen das hochspekulative Terrain. Durch Werbemails und Anzeigen auf sämtlichen Internetplattformen soll der Schein gewahrt werden. Es bleibt also abzuwarten, wie lange die Show noch funktioniert.

 

Bitcoin Kurs

Bitcoin Kursverlauf

Der Bitcoin Kurs

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Die Anzahl der verfügbaren Bitcoins ist nach wie vor gering, die Marktkapitalisierung, also der Gesamtwert aller Coins zusammen liegt bei gerade mal 6,8 Milliarden Euro - das entspricht grob dem Wert des Deutschen Brillenherstellers Fielmann. Fielmann stellt Brillen her und das sehr erfolgreich. Die Marke ist bekannt, beliebt, die Filialen in jeder Fußgängerzone vorhanden. Der Bitcoin hingegen ist ein Spekulationsobjekt. Keine Filialen, kein Umsatz, keine Produkte, keine Wertschöpfung. Auch das hat etwas mit der Bitcon Lüge zu tun - wer in Bitcoin investiert, hofft naiv auf steigene Kurse.

 

 

Bitcoin vers. Ether

Weit über 1.200 digitale Währungen eifern um das Interesse der Kunden. Der Bitcoin ist aktuell die bekannteste der digitalen Währungen. Er war bislang das Nonplusultra, wenn es um Kryptowährungen ging. Der Konkurrent Ether könnte das aber nun ändern, weil er mehr kann als Bitcoin. Ether übersprang jetzt eine magische Hürde. Im Gegensatz zum Bitcoin kann Ether mit "Zusatzfunktionen" ausgestattet werden. So kann zum Beispiel der mit Ether bezahlte Mietwagen automatisch den Dienst verweigern, wenn die Rate nicht überwiesen wurde. Ether ist damit genauso smart wie Google Home und Alexa.

Waren Sie schon mal beim Pferderennen?

Beim Pferderennen treten 12 Zuchtpferde gegeneinander an. Es gibt im Vorfeld Favoriten, doch wer am Ende das Rennen macht, lässt sich kaum vorhersagen. Obwohl das Pferd keinen "Mehrwert" schafft und keine Dienstleistung erbring sind Pferdewetten spannend, unterhaltsam und führen zu einem Umsatz in Deutschland von rund 16 Mio Euro jährlich. Kryptowährungen folgen einem ähnlichen Prinzip, weil auch hier die Wette, die Spekulation im Mittelpunkt steht. Statt aus 12 Pferden, kann bei Kryptowährungen aus über 1.000 verschiedenen Coins & Co ausgewählt werden. Es ist völlig intransparent und unvorhersehbar, welche digitale Münze überhaupt das Ziel erreicht - und welche vorher gehackt wurde oder zusammenbricht.

 

 

Bitcoin vor dem Zusammenbruch?

Hinter dem Bitcoin steht das Prinzip der Blockchain. Sie ist auf maximal 1MB begrenzt und speichert die vorausgegangenen Transaktionen. Auf diese Weise ist jeder Bitcoin einmalig und fälschungssicher. Beides also absolut positive Eigenschaften. Die gehandelte Bitcoin Volumen steigt seit Juni 2017 rassant an. Die Anzahl der Überweisungen und Transaktionen wird deshalb immer komplexer, die benötigten Rechenvorgänge immer aufwendiger. Nutzer klagen über hohe Bitcoin Transaktionsgebühren und lange Zeiten für die Ausführung einer Überweisung. Je mehr Bitcoins und je mehr transaktionen, desto höher ist die benötigte Rechneleistung und desto länger der Zahlvorgang. Möglicherweise ist genau dies ein fataler Makel, der den Bitcoin langfristig unbrauchbar macht. Die Bitcoin Lüge ist also auch technischer Natur.

 

 

Fazit

Die Bitcoin Börse selbst warnt vor der eigenen Gefahr. Zitat: "Warnung vor Risiken: Der Handel mit Bitcoins birgt ein hohes Verlustrisiko für Ihr eingesetztes Kapital bis zum Totalverlust.". Wenn Sie also wirklich Geld verdienen möchten, dann lesen Sie den Artikel "Die erste Million" oder gründen ein Gewerbe. Wenn Sie lieber spekulieren möchten, dann ist Geld verdienen mit Aktien eine Option.

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